Röthgener Strasse
Aus Eschweiler Nachrichten
Heutige Straßen gehen auf die Spätantike zurück Kreuzung alter Römerstraßen
Eschweiler
(an-o/hos).
Zwei große, nicht unbedeutende Römerstraßen führten seit
der Spätantike durch den Raum Eschweiler. Ihre "Nachfolgestraßen" sind
noch heute von Bedeutung für den Verkehr in der Indestadt.
Die erste
dieser noch in ihrem Verlauf bis auf die Römer zurückgehende Straße
ist die heutige B 264 (Aachener Straße/Indestraße). In der Spätantike
verlief in etwa an ihrer Stelle eine Römerstraße, die vom unter den
Römern wegen seiner Heilquellen geschätzten Aachen entlang der Linie
Weiden, Merzbrück und Röhe nach Eschweiler und von dort aus Richtung
Weisweiler und weiter führte.
"Grüner Weg"
An diesen alten Römerweg erinnert heute noch die Bezeichnung "Grüner
Weg" für eine nördlich der heutigen Indestraße gelegenen Straße.
Hierzu schreibt Walter Kämmerer im ersten Band über "Eschweiler
in seiner Geschichte" (1964): "Wohl am häufigsten bezeichnen
aber 'Grünwege' den einstigen Verlauf römischer Landstraßen. Ihr
Name ist sehr sinnfällig dahin zu erklären, dass sich auf Straßenzügen
dieser Art, die späterhin nicht mehr ständig genutzt worden waren,
leicht eine Grasnarbe gebildet hatte, so dass die Wege selber dem
Auge als grüne Linien in der Landschaft erschienen sind".
Die oben genannte Römerstraße kreuzte sich damals wie heute mit einer anderen Straße, die von Stolberg aus nach Eschweiler führt und von dort aus weiter nach Dürwiß. L 238 war Transportstraße Die Rede ist von der heutigen L 238 (Stolberger Straße, Pumpe, Stich, Röthgener Straße, Langwahn, Kochsgasse, Jülicher Straße). Vermutlich diente dieser Verkehrsweg den Römern unter anderem zum Transport der in der Voreifel und auf dem "Kohlberg", also dem heutigen Eschweiler Stadtwald, von den Römern abgebauten Bodenschätze. Neben diesen beiden großen Römerstraßen existierten noch weitere von den Römern im Eschweiler angelege Wege, so unter anderem eine Verbindungsstraße zwischen Dürwiß und Weisweiler.
Eschweiler Nachrichten 10.08.2001